Sylvester Walch: "Ego und Liebe"
Ohne Liebe ist menschliches Leben undenkbar. Konfliktbehaftete und kränkende Lebensumstände behindern die Entwicklung einer natürlichen Liebesfähigkeit. Das Ego gewinnt an Einfluss, um die entstandenen Defizite zu kompensieren. Davon ausgehend wird das Erleben von Liebe durch Abhängigkeit, Kontrolle und Gewalt entstellt, was zu Verstrickung und Leid führt. Heilung und Öffnung vollzieht sich in kleinen Schritten. Zunächst müssen die Verhärtungen gelöst werden, um neue Qualitäten wie echte Selbstliebe, ganzheitliche Hingabe zu einem unabhängigen DU und Sinnesfreude zu fördern. Danach geht es um die Transformation des Egos, ein Ziel vieler spiritueller Richtungen. Zugänge zur universalen Kraft der Liebe werden geöffnet und von einem pulsierenden Strömen begleitet. Dabei bricht der Mensch von innen her auf, fühlt sich von etwas Größerem getragen und verbunden mit allem. Liebe wird nun als gnadenhafte Essenz des Lebens wahrgenommen. Sie ist freifließend, ungebunden und bedingungslos.
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Audio: Sylvester_Walch_Ego_und_Liebe.mp3 54.1 MB | 23. 01. 2011 11:46 Uhr |
Sylvester Walch
Dr. phil., geb. 1950, Studium der Psychologie, Psychopathologie und Psychiatrie. Approb. Psychologischer Psychotherapeut, Supervisor und Dozent. Lehrtherapeut u.a. für Integrative Therapie (FPI), für integrative Gestalttherapie, Gruppendynamik (ÖAGG), Transpersonale Psychotherapie und Holotropes Atmen (ÖATP). Lehraufträge an verschiedenen Universitäten. Er leitete über viele Jahre eine stationäre psychotherapeutische Einrichtung, verfasste zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten (u.a. Buchautor: „Dimensionen der menschlichen Seele“ u. „Subjekt, Realität und Realitätsbewältigung“) und ist Ehrenvorsitzender des Österr. Arbeitskreises für Transpersonale Psychologie und Psychotherapie.
